Wenn ich meine Kinder halte, ist für sie alles in Ordnung. Mir fiel auf, das Geborgenheit nicht von Eltern, sondern von Kindern ausgeht. Genauer gesagt, von ihrer Urteilsfreiheit.
In der Zeit, in der meine Tochter zur Welt kam, war ich ein Nervenbündel. Aufgekratzte Angstzustände waren die tiefste mir mögliche Form von Entspannung. Meine Tochter aber „zwang“ mich zur Ruhe. Denn sie schlief nur auf meiner Brust. So lag ich viele Stunden, Tage wie Nächte, im Bett oder auf dem Sofa, mit dem kleinen Leben auf dem Bauch. Ein „Biofeedback:“ oben, die Ruhe selbst, in seligem Gottvertrauen, meine schlafende Tochter, und drunter, in panischer Angst, das beschriebene Nervenbündel. Die größere Kraft setzte sich durch; die Entspannung. Mit jedem Monat fand ich mehr zu mir selbst, und zu meiner inneren Ruhe.
Vor einigen Tagen lag ich ängstlich im Bett, von Sorgen wie erschlagen. Mein kleiner Sohn lag neben mir, wurde wach, spürte, dass ich da war, lächelte, und schmiegte sich an mich. „Biofeedback!“ Wie der Blitz schoss seine Geborgenheit in meinen Körper, aus Angst wurde Ruhe, aus Ruhe Glückseligkeit.
Was kleine Kinder verstehen, müssen Erwachsene lernen: Alles, was wir haben, ist einander. Und wenn wir füreinander da sind, ist auch alles gut.
Siehe auch: Ansteckende Gesundheit
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